Aktion "Rote Hand"

http://www.tdh.de/content/themen/weitere/kindersoldaten/
weiter unter: "Kindersoldaten" - "Red Hand Day"
oder
http://www.redhandday.org/

Peter-Petersen-Schule
(Jenaplanschule Berlin – Unesco Projektschule)

1 Million rote Hände gegen den Missbrauch von Kindern in Kriegen – die Schulgemeinschaft der Peter-Petersen-Schule ist dabei.
Seit 12. Februar 2002 ist gemäß UN-Kinderrechtskonvention der Missbrauch von Kindern als Soldaten verboten. Leider hat sich die Zahl der Kindersoldaten seither kaum verändert. Immer noch werden ca. 250 000 Kinder in den Kriegen der Erwachsenen ausgenutzt. Kinder und Jugendliche haben die Aktion „Rote Hand“ gestartet und rufen Jung und Alt auf mitzumachen.

Mitmachen wollte die Schulgemeinschaft der Peter-Petersen-Grundschule, nachdem sie davon erfahren hatte.
Kennengelernt haben die Rote-Hand-Aktion vier Schülerinnen und Schüler der Peter-Petersen-Schule im Völkerkundemuseum Berlin-Dahlem.


Der Stand auf dem Kiezfest










Diese waren von der Idee begeistert, und seit Dezember letzten Jahres wurden bei mehreren Veranstaltungen die Information verbreitet und Rote Hände gesammelt, bei der Adventsfeier, bei einem Stadtteilfest, bei einem privaten Geburtstag und vor allem auf dem Schulfest im Juli dieses  Jahres. Ein bisschen beeinträchtigt wurde besonders die Schulhof-Aktion, als es plötzlich zu regnen anfing: Das Werbeplakat für die Aktion begann zu zerfließen.
Doch das Schulfest ging weiter, Hände gegen Kindersoldaten konnten gesammelt werden und ….wir werden ein letztes Mal  rote Hände sammeln bei der bevorstehenden Einschulungsfeier am 6. September.
500 Hände müssten eigentlich zusammenkommen, schließlich sind in der Schule ja schon mehr als 300 Kinder. Mal sehen, ob das glückt.
Dann müssen wir ja das Paket absenden, damit es noch rechtzeitig auf den Weg nach New York kommt.

Hier ist der Stand der Peter-Petersen-Schule auf dem Schulhof:

Ruth Weber

 
 Und so gings weiter:
 
Begonnen haben wir mit einer Aktion im Schulumfeld zum Kiezfest im Mai 2008. Schüler haben an einem Stand über die Red Hand Day Aktion berichtet und „rote Hände“ gesammelt. Zum Schulfest im Sommer 2008 wurde diese Aktion fortgesetzt. Inzwischen haben wir über 300 „rote Hände“ gesammelt.  Diese wurden am 12. November 2008 im Körnerpark zu einer großen roten Hand gelegt. Einige Kinder der Stammgruppe 2.1 waren mit Feuereifer dabei und kämpften gegen Regen und Wind. 
Alle Hände werden zum 12. Februar 2009, dem internationalen Kindersoldaten-Gedenktag, den UN-Politikern in New York übergeben.  Wir wollen dazu beitragen, dass es über 1 Million Hände der Welt werden! 
Schüler und Schülerinnen der oberen Stammgruppen haben sich im Lebenskundeunterricht über zwei Monate sehr intensiv mit dieser Problematik beschäftigt. Im Internet wurde recherchiert, Faktenmaterial zusammengetragen und auszugsweise das Buch „Rückkehr ins Leben. Ich war Kindersoldat“ von Ishmael Beah gelesen bzw. vorgelesen. 

Dazu fertigten die Kinder eine Art Lesetagebuch an, in das sie ihre Gedanken und Gefühle schreiben und malen konnten. Aus diesem Buch und aus ihrem nun vorhandenen Wissen heraus sind Botschaften entstanden. Diese werden wir sowohl als Protest ins Netz auf der Website von redhandsay.org stellen, als auch allen Schülern, Eltern und Besuchern im Schulhaus zeigen. 
 

Feierlich werden „unsere“ roten Hände an einem Baum im 2. Stock unseres Schulhauses am 10.12.2008 zum „Tag der Menschenrechte“ angebracht. 
 
 

Anja Wallocha
Hier noch zwei Berichte von einem besonderen 
Theater-Besuch:
Unser Ausflug ins Theater 

Als wir, die Sechstklässler der Peter-Petersen-Schule, am 20.11.2008 in einer elfköpfigen Gruppe zum Theater an der Parkaue fuhren und uns das Stück „Kindersoldaten“ angucken wollten, war viel los !!!
Es spielten 4 Schauspieler/innen mit. Insgesamt war es sehr informativ und man erfuhr zum Beispiel, dass circa 28 Millionen Kinder weltweit in Kriegsregionen leben, dass mehr als 2 Millionen Kinder im Laufe der letzten 10 Jahre getötet worden waren, dass knapp 5 Millionen Kinder schwer verletzt wurden und dass  im Sudan jetzt seit über 40 Jahre Krieg herrscht und noch sehr viel mehr!!!! 
Nach einer  Pause konnten wir noch die Dramaturgin zum Thema oder zum Theaterstück befragen. 
Mir hat das Stück insgesamt gut gefallen, weil man erst nach dem Stück richtig begriff, wie gut wir es hier in Europa haben. 

David, Stgr.2.1
Ausflug zum Theaterstück  "Kindersoldaten"

Am 20.11.08 um 8.20 Uhr trafen wir uns wie üblich in der Schule und  machten uns auf den Weg zum Theater. Wir kamen in einem kleinen Theater an. Nach einer recht langen Wartezeit ging es los: 2 Damen und 2 Herren gingen auf die Bühne, sie fingen an über Waffen zu reden und redeten sich ins Thema hinein. Sie redeten auch aus Kinderperspektive.  Zum Beispiel sagten sie: „Ich musste Leute umbringen. Töten musste ich.“/  Peter aus Somalia. 
Sie stellten vieles bildlich dar, das fand ich gut. Man konnte sich so Sachen besser vorstellen. Es ging 90 Minuten, aber erstaunlicher Weise bin ich ruhig geblieben und es hat Spaß gemacht zuzuhören und zuzugucken. Es war keine normale Art des Theaters, sondern eine Dokumentarstück. 
Nach dem Theater gab es eine Besprechung über das Stück. Ich muss ehrlich sein, ich fand die Besprechung ziemlich langweilig... sie war nicht so gut vorbereitet! 

Pascal 2.1

 

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